Rom 2016

Eine Großstadt. Tausende Jahre Geschichte. Selbst Bausünden antik. 
Menschen in wabernden Massen zu Fuß, in Autos, auf Rollern, in Bussen.
Eine in Stein gemeißelte Liste an Sehenswürdigkeiten plus ein paar Hypes. 
Und wir fünf Tage mittendrin. 

Richtig gemacht: Hotel im Stadtzentrum. 
In Rom lässt es sich hervorragend herumbummeln. Stundenlang, kreuz-die-quer. Zwischendurch mal im Hotelzimmer abtauchen: Unbezahlbar. 
Wir hatten ein Zimmer in einer ruhigen Seitenstraße, fünf Minuten vom Trevibrunnen entfernt. 

Spaß gemacht: Segway fahren. 
Das war einfach mal dran. Nach der Ankunft um 17:30 ging es um 19:30 auf eine zweistündige, geführte Segway-Tour 'Rome by night'. Nicht irgendwo außen lang, sondern mittenmang im Zentrum. 
Hatte ich als Überraschung eingeplant (ahnte, was kommt). Jana wollte direkt den Urlaub beenden. Nach zwei Minuten Einweisung war sie nicht mehr runterzukriegen von dem Ding. 

Erschöpfend gemacht: Herumbummeln. 
Hundert kleine Gassen, schöne Plätze. Wir waren stundenlang unterwegs, im Bogen, Kreis und Zickzack, ohne, dass es langweilig geworden wäre. Nur am Fluss ist's wider aller Erfahrungen übel öde. Wär dann auch Overkill gewesen (a la Venedig?). 

Entspannt gemacht: Museen one-by-one. 
Rom touristen ohne Museen, Kirchen, Palazzi zu besuchen bringt einen bestimmt in die Hölle. Mein Plan war es daher, den Museumsbedarf für die nächsten 50 Jahre auf Vorrat zu decken. Sind wir dann doch vorsichtiger angegangen. 

- Donnerstag: Petersdom
Morgens um 8 ohne Anstehen rauf auf die Kuppel. Netter Blick; kann man machen.
Danach in den Dom selbst. Hier war's auch noch leer. Ja, ist ansehnlich. 

Nachmittags in die Ignatiuskirche. Na also, geht doch. Hat sich gelohnt. 

- Freitag: Vatikanische Museen
Oh ha, Mehrzahl, sollen wohl 14 sein; 4 Stunden sind einzuplanen. Vorher Anstehen um den Block rum. 
Für 'n Obolus geht's schneller rein. Eine Gabelung: Links kurze Route? Im Innenhof ein Café, da überdenken wir erstmal die Optionen. Dann, logisch, die kurze Route; Hauptsache die 'Stanzen' des Raffael und die Sixtinische Kapelle sind drin. Weil, die muss man, sonst Hölle. 

Man drängt sich gemeinschaftlich durch Gänge, Räume, Treppenhäuser. Prinzip: Bemalte Decken und Wände; Gemälde und Plastiken waren auch. Die von Raffael bemalten Zimmer haben wir noch rechtzeitig an der Beschriftung erkannt. Abgehakt. 
Die Sixtinische Kapelle ist vorher klar, weil hier ist der Teufel los. Die Kapelle ist 'ne große Fabrikhalle ohne Kranbahn. Regelmäßige Lautsprecherdurchsagen in der Art 'Das Springen vom Beckenrand ist untersagt' bitten um Ruhe und verbieten das Fotografieren. Michelangelo hat fein gemalt, trotzdem ist das Gesamtensemble Schrott. 

Zweieinhalb Stunden später sind wir wieder raus. 

- Sonnabend: Callixtus-Katakomben
Echt interessant. Und kühl. 
Auf dem Rückweg gleich noch mitgenommen: die Kapitolinischen Museen
Wieder Mehrzahl, ist aber nur eins. Erstmal hoch zum Terrassencafé. Ansonsten gelungener Wechsel von Plastischem, Bemaltem und Archäologischem - und dann, als Bonbon, ein unschlagbarer Ausblick aufs Forum Romanum

Am Sonntagmorgen wollten wir noch in den Palazzo Barberini - da noch 'ne Stunde offen ist, machen wir's gleich. Reicht ja. 

Falsch gemacht: Hop-on Hop-off Bus 
Spätestens, als wir uns die Füße wundgelaufen hatten, versprachen wir uns von 'ner Busrundfahrt andere, neue Ausblicke. 
Da uns das nicht am Wochenende einfiel, hatten wir tolle Einblicke ins römische Verkehrschaos. 
Na ja, auf'm Oberdeck ums Colosseum rumzuckeln, erspart das Hineingehen. 

Nicht gemacht: Taschendiebstahl 
Selbst der Fahrkartenautomat im Hauptbahnhof weist uns mit blecherner Stimme auf Taschendiebe und Betrüger hin, bevor er seine Arbeit tut. Unsere Endabrechnung: Nichts geklaut, nicht wir, nicht uns. Äh, doch, ein Foto in der Sixtinischen Fabrikhalle. 

Sind noch Bilder übrig? Bitte schön...